Bremssattel

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    • Donnerboxer wrote:

      Die Zange siehts schon ordentlich gebraucht aus, ob die Kolben noch wohl so frei beweglich sind??
      Kolben raus, sauber machen, neues ATE- Fett dran und schon funktionuckelt das meist wieder prima!
      Aber eine Scheibe bleibt eine Scheibe... ;)
      Der ist mechanisch gängig und wurde (äußerlich) immer sauber gemacht.

      Aber aufgrund von Zeitmangel liegt der noch so dreckig rum...
      Gruß

      Andreas
    • Legion of the Damned wrote:

      Der ist mechanisch gängig und wurde (äußerlich) immer sauber gemacht.
      Das ist halt bei den Honda Zangen mit höherer Laufleistung häufiger mal der Fall, immer äusserlich schön saubergemacht, aber nach Kolben und Zylinder wird nie geschaut.
      Die verdrecken in laufe der Zeit und manche Kolben fangen auch an zu rosten, wenn es keine gute Beschichtung gab.
      Vor allem wenn das Fahrzeug Salz abbekommen hat, neigen die kolben dazu sich nicht mehr so frei bewegen zu lassen, sondern im Zylinder immer mehr fest zu kokeln.
      Die Bewegung, vor allem eine kleine Rückziehbewegung der Kolben nach dem Bremsvorgang, die normalerweise durch die Gummidichtungen garantiert wird, wird dann so minimiert, das sich die Beläge nicht mehr von der Scheibe lösen können. Dann wird ständig ein wenig gebremst und damit erhitzen Scheibe und Belag über alle Masse.
      Das kann bei einer Alpenfahrt schon schnell zu glühende Scheiben und Beläge führen.

      Bei ältere Fahrzeuge lohnt es sich, jedes Jahr die Kolben fast bis zum Ende raus zu drücken, rundherum zu reinigen und mit ein bisschen Bremsenfett (und bitte nur dieses Spezialfett- ATE, blaue Tube) wieder rein zu drücken.
      Alle paar Jahre, oder wenn man ein neues, in die Jahre gekommenen Fahrzeug bekommt (nicht nur Hondas!), ist es schlau die Kolben mal ganz raus zu drücken, vorsichtig die Dichtringe entfernen, vorsichtig reinigen, Ringe und Kolben mit frischem ATE Fett einsetzen, fertig!
      Und schon hat man wieder einige Zeit Ruhe, und das Motorrad hat wieder eine wunderbar ansprechende Bremse!

      Und bitte nicht mit der Zange den Kolben raus ziehen, da kann man schnell die Beschichtung verletzen und der Kolben fängt genau da an zu rosten.
      Sondern so weit es geht die Kolben gleichmässig mit der Bremsflüssigkeit herauspumpen, man kann je einen Belag in der Zange legen, damit die kolben nicht rausspringen.
      Danach natürlich frische Bremsflüssigkeit auffüllen!

      Viele Leute haben grossen Respekt vor Arbeiten an der Bremse, dabei sind die Zangen wirklich einfachster Technik, und wenn man sauber und vorsichtig die Reinigung durchführt, kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Nie mit scharfe Gegenständen oder Schmirgelpapier!
      Für die Kolbenreinigung kann man gut mit ganz feinem Stahlwolle arbeiten, ich nehme da bei verchromte Kolben immer Rakso 0000 extrem fein.
      Das kann man auch ideal für andere Reinigungs- oder Polierarbeiten gebrauchen, und ist relativ günstig.

      Hui, jetzt habe ich ein bisschen ausgeholt, sorry!
      Hoffe jemanden kann was damit anfangen!
      Sonnige Gruße aus Solingen,
      Floris
      Was nicht passt wird passend gemacht, geht nicht gibts nicht! :thumbsup:
    • Donnerboxer wrote:

      Für die Kolbenreinigung kann man gut mit ganz feinem Stahlwolle arbeiten, ich nehme da bei verchromte Kolben immer Rakso 0000 extrem fein.
      Die Bremskolben sind meistens eher vernickelt... und Nickel ist rel. weich.
      Wer sicher gehen möchte lässt es lieber bei Lappenstreifen, Zahnbürste etc.
      "Bremsenreiniger" hat entgegen seinem Namen an den Kolben bzw. deren Dichtungen nichts verloren. Der Gummi verträgt weder Benzin noch gar Mineralöl. Wasser, Reinigungsmittel auf Seifenbasis... und ein wenig Ausdauer.
      Es genügt eigentlich das jedesmal vor dem Bremsbelagwechsel zu machen. Vorher! Sprich bevor man den ollen Schmodder in die Zange zurückdrückt.
      Und alle 10-15 Jahre könnte man durchaus mal die Kolben ganz rausdrücken, diese inspizieren und zumindest die Dichtringe wechseln... sind ja nur 2 Paar.
      Tunerlatein:
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    • Vielen Dank... da kommt bei mir ein bisschen die Erinnerung auf, dass das letzte Mal (vor ca. 3 Jahren?) als ich bei meiner Ente vorn die Beläge gewechselt habe, ich beim (vorsichtigen!) Saubermachen gemerkt habe, dass der eine Kolben vorn an der Kante (aber quasi ein Stückchen rumgezogen auf die Gleitfläche) ein wenig Rost hat.
      War nur so weit vorn, dass das bei voll eingeschobenem Kolben nicht bis zu den Dichtringen reichte.

      Da muss ich mal nen Blick drauf werfen, nicht, dass sich das weiterfrisst (oder schon getan hat).

      Dumme Frage, für den Fall, dass ich Ersatzkolben brauche: die passen schlicht? Einschleifen oder sowas gibt es da nicht, oder?

      Schönen Gruß
      Knallfrosch
      PS: ansonsten kommt die Erinnerung an meinen Nachbarn auf... der sagte beim Bremsbelagwechsel (Auto...), dass man die Sättel ein wenig saubermachen muss, pumpte den Kolben etwas raus, schruppte dann großzügig mit der (Stahl-)Drahtbürste drüber, eh er den Kolben zurückdrückte :)
      I reject your reality and substitute my own!
    • Die zwei @Donnerboxer und @Michael RC31 haben schon vollkommen recht.

      Bei meinen alten Sattel habe ich es schlicht nicht gemacht, da der neue schon in Zulauf war. Der wurde aber komplett zerlegt, gereinigt und mit ATE Paste wieder zusammengebaut. Ist alles kein Hexenwerk. Außer dass Befüllen, das nervt...
      Dafür gibt es jetzt einen astreinen Druckpunkt und demnächst ist noch die Pumpe dran.

      @knallfroschwenn die Kolben passen, dann passen die. Einschleifen wäre mir neu. An was denn auch? An die (neuen) Dichtungen, welche geschmiert sind? ;)
      Gruß

      Andreas
    • Michael RC31 wrote:

      Es genügt eigentlich das jedesmal vor dem Bremsbelagwechsel zu machen. Vorher! Sprich bevor man den ollen Schmodder in die Zange zurückdrückt.
      Das siehe ich genauso, jedoch habe ich gemerkt dass dies bei Ganzjahresfahrerei inklusive Salzfahrten nicht reicht.
      Einmal war ich mit der Alp im Dunkeln auf der Autobahn unterwegs nach Hause, als ich merkte dass das Vorderrad nicht ganz frei läuft. Die Scheibe glühte mit fröhlich entgegen. Habe die Kolben dann ein paar mal rein und raus bewegt, dann ging es bis nach Hause wieder. Die Beläge waren hin, die Zange und Scheibe konnten das haben.

      Also für den Normalgebrauch, viele fahren nicht ganz so viel im Jahr, reicht das wirklich.
      Auch hier wieder: nach dem Reinigen (Bitte ohne Stahlbürste!!) vor dem reindrücken mit einem Pinsel ein wenig ATE-Fett rundherum auftragen.
      Was nicht passt wird passend gemacht, geht nicht gibts nicht! :thumbsup: