Winterschrauberei Teil 2, Kupplung: Fallstricke und Dinge, die ich vorher wissen / haben sollte?

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    • Winterschrauberei Teil 2, Kupplung: Fallstricke und Dinge, die ich vorher wissen / haben sollte?

      Moinmoin,
      für mich steht irgendwann die nächsten Wochen dann die Kupplung auf dem Programm.
      Habe jetzt noch nicht angefangen sondern bin noch am Fakten und Material sammeln. Da ich das noch nie gemacht habe, dachte ich, ich frag mal.

      Auspuff/Krümmer müssen nach meinem Verständnis ab. Brauche ich da (auf jeden Fall) neue Dichtungen oder kann man die alten wiederverwenden? (Für den Seitendeckel brauch ich eine, das weiß ich).

      Muttern Kupplungskorb -- brauche ich da wirklich das Spezialwerkzeug oder kann man sich mit hohem Gang / Hinterrad fixieren und nem Schlagschrauber zum losmachen helfen?

      Sollte ich auf jeden Fall die Stahlscheiben im Set mit wechseln oder reichen normal die Reibscheiben? (Ente hat 56000km, erster Kupplungswechsel).
      Reibscheiben / Federn / ggf. Stahlscheiben: TRW oder EBC sollte es beides tun, oder?

      Kupplungskorb: falls er Riefen von den Stahlscheiben hat, ein wenig glatt machen.

      Gibt es andere Dinge, die ich machen (oder nachsehen) sollte wenn ich sie da schonmal auf habe?
      Bzw. Dinge, wo ich besser die Finger von lasse, weil wenn auseinander dann kaputt?

      Schönen Gruß
      Knallfrosch
      Mist, zu kurz. Säg ich halt ein Stück dran...
    • Hallo Knallfrosch,

      Kupplung habe ich auch gerade zerlegt. Du brauchst kein Spezialwerkzeug. Im Forum gibt's die PDF zur Innenansicht Motor. Da wird beschrieben wie es geht. Recht einfach mit einem Lappen zwischen den Zahnrädern zur Kurbelwelle. Die Kupplung muss dafür ohne die Druckplatte wieder gespannt werden. Das ist der Trick. Auf keinen Fall an den 4 Zapfen gegen halten. Die brechen gerne ab. (Hab ich probiert ;( War nix)
      Im bucheli steht auch was dazu. Wenn du das nicht hast, ich hab noch eins übrig....

      LG
      Mattes.
    • Hi Mattes,
      danke dir wg. Bücher. Da bin ich sortiert, habe mich auch schon eingelesen. An den meisten Ecken steht aber was von dem Spezialwerkzeug.

      Der Punkt von den Zapfen "Abstand zu halten" ist gut -- man weiß nicht, auf was für Ideen man so kommt, wenn man fluchend mit halb zerlegtem Motorrad dasteht...

      Die "Lappenmethode" habe ich gesehen -- allerdings habe ich ein bisschen Angst, dass ich hinterher den ganze Motor voll Fusseln hab, weil sich das total verklemmt und ich den Lappen nicht mehr am Stück rausbekomme oder so.
      Zumal ich das zwar zum Lösen verstehe -- aber wie halte ich damit dagegen, wenn ich die Mutter wieder anzieh?
      Schönes WE und einen tollen 2. Advent
      Knallfrosch
      Mist, zu kurz. Säg ich halt ein Stück dran...
    • knallfrosch schrieb:

      für mich steht irgendwann die nächsten Wochen dann die Kupplung auf dem Programm.
      Ist dir langweilig oder bist du sicher, dass sie gemacht werden muss ?
      Bei 66tkm ist das ja nicht schon unbedingt nötig.
      Jahrestreffen
      | 2005 Scharzfeld | 2006 Brilon| 2007 Creglingen| 2008 Oberbernhards| 2009 Drangstedt| 2010 Bernkastel-Kues |
      | 2011 Neidenberga | 2012 Titisee | 2013 Antweiler | 2014 Drangstedt | 2015 Neidenberga | 2016 Creglingen |
      | 2017 Weidenbach | 2018 Neidenberga | JT 20.-23.06.2019 Drangstedt |-JT 2020:Süd, -2021:West, -2022:Ost
    • @Potti, das ist eine gute Frage, ob die Kupplung wirklich "nötig" ist.
      Nötig in dem Sinne, dass sie ständig regelrecht durchrutschen würde sicher nicht.

      Allerdings, wenn ich dusslig einkupple (hochschalten, bei gezogener Kupplung schon zuviel Gas geben), dann rutscht sie schon etwas. Nein, das mache ich nicht regelmäßig, ist mir diesen Sommer aber ein, zweimal aufgefallen.
      Und, was ich schon seit geraumer Zeit habe, ist dass doch recht weit hört, wenn ich nicht "drehzahlangepasst" schalte. Will sagen, sie trennt nicht so richtig gut... das ist nicht nur laut sondern auch nicht so toll für das Getriebe, denke ich mir. Deswegen habe ich die Hoffnung, dass das geschmeidiger wird, wenn ich ein paar Rattermarken weggefeilt habe.

      Schönen Gruß
      Knallfrosch
      Mist, zu kurz. Säg ich halt ein Stück dran...
    • Rutschen hatte ich auch schon mal als ich teilsynthetisches Öl von Louis gefahren bin.
      Seitdem kriegen die Enten wieder "rein-mineralisches".
      Jahrestreffen
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    • Neue Original-Federn rein und es wird gut sein.

      knallfrosch schrieb:

      oder kann man sich mit hohem Gang / Hinterrad fixieren und nem Schlagschrauber zum losmachen helfen?
      ALLES ist besser als diese Lappenmethode..... Schlagschrauber ODER 5. Gang/blockiertes Rad.
      Oft ist auch freundliches fragen beim Hondahändler zum Ausleihen des Werkzeugs zielführend.....
      Tunerlatein:
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    • Neu

      Die Zentralmutter bei meiner grünen lies sich astrein mitm Schlagschrauber lösen. Freundin auf dem Moped und gezogene Hinterradbremse hat definitiv nicht funktioniert. Da spannt sich dann die Kette (bei der Ente eben der Kardan) und danach zieht es das Federbein zusammen. Mit dem Schlagschrauber ging es ohne Probleme alleine.

      Interessant wird es dann beim fest ziehen. Ob hier Loctite (mittelfest) eine gute Idee ist im Motor/Getriebe, weiß ich nicht. Benutzt habe ich es nicht. Aber das von Triumph vorgegebene Drehmoment konnte ich leider nicht ganz erreichen. Jedoch wird die Mutter bei mir noch mechanisch gesichert.

      Es gibt aber auch universelle Kupplungskorbhalter. So einen würde ich mir vor dem nächsten Zerlegen unbedingt besorgen: louis.de/artikel/kupplungskorbhalter/10003617
      Darauf bin ich natürlich erst im Nachhinein gestoßen, hätte man aber auch selbst drauf kommen können...
      Ob der bei der Ente passt, kann ich jedoch nicht sagen. Bei der Speedy hätte er gepasst. :|

      Zum Lappen: Ich hab schon mit dem Schlagschrauber etwas Bedenken gehabt und habe penibel darauf geachtet nicht zu verkanten und dadurch Metallspäne zu produzieren. Mit einem Lappen (fusselfrei bekommt man die doch nie) würde ich nicht in die Motorinnnereien gehen.
      Gruß

      Andreas
    • Neu

      Moinmoin,
      @Legion of the Damned, ich habe das Gerät gesehen und gerätselt, ob es auch nur in ungefähr das tut, was ich brauchen würde...
      Bei Louis findet sich ein Bild:

      Ich meine -- ich hatte jetzt die NTV Kupplung noch nicht auseinander (deswegen frag ich ja so blöd) und werde aus diversen Büchern und Youtube Videos nicht so 100%ig schlau.
      Wenn ich das richtig verstehe, muss ich bei der Ente die Zentralmutter losmachen, um die Kupplungsnabe loszumachen und die Lamellen runterzubekommen -- während das hier auf dem Bild so ausschaut, als wären die Lamellen schon runter...? Will sagen, das scheint für eine völlig andere Kupplungskonstruktion gedacht zu sein, ich wüsste, nicht, wie ich das bei der NTV-Kupplung ansetzen sollte (Bild aus der Schrauberecke hier im Forum, ohne Druckplatte aber mit wieder dranmontierten Federn):


      Und in der Tat, so wie der Herr auf dem Bild von Tante Louise zugreift, habe ich einige Zweifel, ob der auch nur 50Nm an Drehmoment aufbringen kann... Ich meine... hat der den Griff von der Ratsche nicht ganz abbezahlt, dass der die in der Mitte anfasst?

      Dann guck ich mal, wie weit ich mit der Schlagschrauber / Hinterrad-blockieren Methode komme und im Zweifel frag ich den Freundlichen...
      Schönen Gruß
      der Knallfrosch
      Mist, zu kurz. Säg ich halt ein Stück dran...
    • Neu

      Wer sichs Werkzeug selber bauen will, es ist nur ne Fleißfrage. Material keine 10€, man braucht nur ne Ständerbohrmaschine und eine 4-Kant-Feile:







      Wer nen Kumpel mit Schweissgerät hat kann statt des 4-Kant auch einfach ne Schraube als Ansatz für den Schlüssel verwenden... oder besser gleich en solide Stange draufschweissen die dann bei Bedarf mitm Rohr verlängert werden kann.

      Das Loch in der Mitte muss weder schön noch genau rund sein, rings rum dicht aneinander viele kleine Löcher bohren, dann aufbohren.
      Tunerlatein:
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      @Michael RC31: Super, so mit einem richtigen Bild versteh ich das Werkzeug definitiv besser und sowas in der Art sollte meine heimische Werkstatt recht problemlos machen können, ne Ständerbohrmaschine habe ich :-).

      Nur, damit ich es ganz richtig verstehe: Mattes schrieb, dass man an den Stehbolzen besser keine "Gewalt" anwenden solle, weil *knack*. ;(
      Ist hier der Punkt, dass das Werkzeug auf die Oberseite der Kupplungsnabe drückt (und damit durch die Schrauben an den Stehbolzen "zieht", so dass sie sich nicht biegen) ein entscheidendes Konstruktionsmerkmal?

      Danke dir!
      Knallfrosch
      P.S.: heimische Werkstatt: irgendwie glaube ich noch dran, dass (wenn auch wohl nicht dieses Jahr) mir der Weihnachtsmann mal ein Schweißgerät unter den Baum legen wird... :love: . Wobei das nur der Anfang der Wunschliste ist: neuer Ölheizkessel, Drehbank, Fräsmaschine (am liebsten CNC :-)), Formatkreissäge, Bandsäge, Platz, das Zeug irgendwo hinzustellen, ne Million im Lotto, einen neuen Dachstuhl, noch ne Million im Lotto,... ich glaube, so groß ist der Sack nicht. Oder vielleicht war ich auch nicht brav genug. :saint:
      Scheiss Realität...
      Mist, zu kurz. Säg ich halt ein Stück dran...
    • Neu

      Glaube entevauler hatte vor Jahren mal eine Arretiervorrichtung zur Hand, die nicht an diesen Bolzen / Zapfen ansetzt, sondern die Verdrehung der Kurbelwelle blockiert.
      Die hat, soweit ich mich erinnere, an dem großen Zahnrad hinter dem Kupplungskorb angesetzt.
      joe-dalton müsste dat Dingen auch kennen.
      Ob das im Sinne von Materialschonung die "einzig richtige oder sinnvolle Methode" wäre, vermag ich nicht zu sagen, weil ich damit nicht gearbeitet habe.
      Weiß auch nicht, ob das seine eigene war, oder auch geliehen.
      Kannst ja mal abwarten, was Maik dazu zu sagen hat, wenn er wieder online ist.
      Für einen Freund, der hier mit tätig ist. Immer einen Besuch wert! Besonders im April zum Motorenanlassen:
      mscherford.de
      Keine Werbung. Völlig uneigennützig verlinkt. Wurde immer fair bedient. Bei mir in der Nähe. Eine Anfrage wert:
      lo-moto.de
    • Neu

      An der Stelle setzt das Hondawerkzeug auch an.
      Wenn alle 4 Bolzen tragen und noch dazu verschraubt sind sollte nichts passieren.

      knallfrosch schrieb:

      st hier der Punkt, dass das Werkzeug auf die Oberseite der Kupplungsnabe drückt (und damit durch die Schrauben an den Stehbolzen "zieht", so dass sie sich nicht biegen) ein entscheidendes Konstruktionsmerkmal?
      Nein, das soll gar nicht anliegen. Im Zweifel müssen da noch Scheiben drunter, nur die 4 Bolzen sollen anliegen.
      Tunerlatein:
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    • Neu

      Ich kann nur davon abraten die kupplung so greifen zu wie es auf den bildern angezeigt ist. macht sehr schnell knacks und dann haste das problem.
      nur schlagschrauber nehmen. ist einfach das sicherste bei allen festsitzenden schrauben.
      gibt sie auch elektrisch mit 12V.
      und noch was, ich fand es erst später raus. für den kupplungskorb ( der auf dieser welle sitzt ) gibt es die buchse als ersatzteil. diese buchse leiert sich aus und dann gibt es geräusche durch das zahnradpaar kupplung- antriebsrad KW. lohnt sich zu wechseln.
      ich mache den helm zu und dicht , höre sonst das gras wachsen.
      henryk
    • Neu

      moin zusammen,
      diese aluplatte an den 4 Zapfen halte ich für sehr riskant. möglich, das alle 4 Zapfen das halten. Bei der Nutzung von zweien ist auf jeden Fall einer gebrochen. ich würde es nicht riskieren, weil der hohe Drehmoment erst einmal spazieren geführt wird. Ich hatte mit Fusseln kein erkennbares Problem. wenn dann gibts das ja auch eher erst beim Zusammenbau, oder?
      zu dem Bild: um die scheiben auszubauen brauchts nur die vier kleinen Schrauben mit Federn. die Kupplung muss bei der Lappenmethode oder dem hebel in den Zähnen aber unter Spannung stehen.
      lg
      mattes

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