VW Golf 3 Motor

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  • VW Golf 3 Motor

    Hallo zusammen.

    Ich dachte mir ich bemühe mal die Schwarmintelligenz, vielleicht kennt ja wer jemanden dem man vertrauen kann.

    Wir suchen einen Motor für obigen Golf 3 mit der Motor Kennzeichnung ADZ respektive ABS (laut Internet soll der auch passen) mit 1.8 l und 90 PS. Falls günstig auch mit Getriebe.

    Obiger Golf ist ein Cabriolet von Ende 96.
    Der Motor hat 130000 gelaufen und macht unschöne Klackergeräusche...Und nein, es sind nicht die Hydrostössel, die wurden gewechselt. Das Klappern kommt aus dem Block...

    Die bisherigen Recherchen im Internet waren leider entweder erfolglos oder man wollte mehr Daten als ich bereit bin zu geben...

    Also wenn jemand Kontakte hat bitte melden.
    Vielen lieben Dank auch von Steffi. :thumbsup:
    Hakuna Matata!
  • Mit 130.000km sind diese Motoren normalerweise gerade mal eingefahren....
    Kannst du ein Video mit dem Geräusch hochladen oder es wenigstens versuchen genau zu beschreiben.
    Kalt/warm, Drehzahl, Last.....kams schlagartig oder allmählich. Sont irgendwas, Ölverbrauch, ruckeln?
    Tunerlatein:
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  • Im Moment kann ich es leider nicht aufnehmen da die Batterie total leer ist und ich erstmal das Ladegerät anschließen muss...

    Das Geräusch ist von Beginn des Startvorgangs an da, auch im Leerlauf, ich kann jetzt aber leider nicht mehr sagen ob es bei getretener Kuplung leiser wird. Es war mal insgesamt leiser vor einigen Monaten, daher auch der Versuch mit den Hydrostösseln...

    Ich selbst tippe auch auf entweder einen Kolben oder ein Lager. Problem ist ich könnte den Motor wohl ausbauen und zerlegen, aber mir fehlt mit Sicherheit das Präzisionswerkzeug für die Reparatur und das anschließende Wieder Zusammensetzen...

    Was ich aber machen kann am Wochenende sofern es nicht wieder Hunde und Katzen regnet ist die Batterie zu laden und das Auto mal aus der Garage zu fahren und es aufzunehmen...Schaden kann es nicht.

    Danke erstmal für die Anregungen :thumbup:
    Hakuna Matata!
  • Lager solltest du im eingebauten Zustand ürfen können.... nur die Ölwanne runter und alles liegt vor dir.
    Pleuellager kommt tatsächlich mal vor..... wenn son Ding so wenig gefahren wird, ergo lange Standzeiten hat, korrodiert da schon mal Lagermaterial an der Welle fest und ab da isses nur noch ne Zeitfrage....
    Tunerlatein:
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  • Danke Michael.

    Das ist zumindest ein Angriffspunkt. Also Ölwannendichtung kaufen und dann mal schauen. Öl wechseln kann eh nicht schaden.

    Hoffentlich spielt der Wettergott mit...hab leider keine Grube. Und zur Hobbywerkstatt fahren trau ich mich nicht...Wenn der Motor auf dem Hof vor der Garage verreckt is das noch managebar :thumbsup:
    Hakuna Matata!
  • Wo er recht hat ..

    Was ich ja interessant finde sind die unterschiedlichen Aussagen zu verschlissenen Pleuellagerschalen...

    Das geht los bei "wenn es Klackergeräusche macht ist es eh zu spät und die Kurbelwelle hat was abbekommen" bis zu "ich hab die Schalen gewechselt und der Motor läuft immer noch"

    Ebenso die Sache mit den Muttern und den Schrauben...Muttern neu ok. Pleuelschrauben neu ist dann wieder ne Glaubensfrage?
    Vor allem die rauszubekommen stell ich mir sehr schwer vor von unten.. Da fallen dann Begriffe wie Dehnschraube und "nicht gewechselt und dann abgerissen"...weia 8)

    Ach ja...Es gab auch Beiträge von wegen die Ölwannenschrauben auch neu zu machen...Sind die nach dem Abschrauben nicht mehr zu gebrauchen? Ich lerne ja gerne dazu...
    Hakuna Matata!
  • Zargh wrote:

    die Ölwannenschrauben auch neu
    Höchstens wenn sie vergammelt sind.

    Zargh wrote:

    Pleuelschrauben neu ist dann wieder ne Glaubensfrage?
    Einfache Regel:
    Werden solche Schrauben nur mit Drehmoment angezogen, kann man sie (mit minimalem Restrisiko) weiterverwenden.
    Wird das mit Drehmoment plus X° angezogen muss man die Schrauben wechseln weil sie dann bei der ersten Montage bewusst gedehnt wurden und das kein zweites Mal sicher zu machen ist.

    Zargh wrote:

    Was ich ja interessant finde sind die unterschiedlichen Aussagen zu verschlissenen Pleuellagerschalen...

    Das geht los bei "wenn es Klackergeräusche macht ist es eh zu spät und die Kurbelwelle hat was abbekommen" bis zu "ich hab die Schalen gewechselt und der Motor läuft immer noch"
    In der Mehrkeit der Fälle hat die Welle einen weg, manchmal aber auch nicht. Ist wie immer, kommt drauf an was passiert ist... und wie lang man einfach weitergefahren ist.
    Jetzt gehts erstmal um die Diagnose, Ölwanne runter, Finger an die jeweiligen Pleullager und die Kurbelelle leicht hin- und herdrehen.... Spiel spürst du so zuverlässig und dann ist das betreffende Lager tot. Merkst du nichts oder bist du dir nicht sicher, Schale demontieren... dann siehst dus auf jeden Fall. Wenn die Oberfläche der Schale intakt ist, ist sie silbergrau, siehste Kupfer oder ist gar was blau wars das.
    Tunerlatein:
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  • Michael RC31 wrote:

    Lager solltest du im eingebauten Zustand ürfen können.... nur die Ölwanne runter und alles liegt vor dir.
    Pleuellager kommt tatsächlich mal vor..... wenn son Ding so wenig gefahren wird, ergo lange Standzeiten hat, korrodiert da schon mal Lagermaterial an der Welle fest und ab da isses nur noch ne Zeitfrage....
    Hi,
    wir haben das gleiche Problem bei unserem 1,4 l Golf4. Das klackert munter und die Prognose Pleuellagerschaden haben wir auch schon. Das LAger von unten zu überprüfen, kann ich mir vorstellen,
    wäre es auch möglich dieses ggfs. auch von unten auszutauschen?
    LG Mattes Alle sagten: "Das geht nicht!" Dann kam einer, der wusste das nicht, der hat´s einfach gemacht. :weizen:
  • Wenn es eindeutig von Pleuel- oder Kurbelwellenlagern kommt, dann ist stehenlassen sofort angesagt.
    Ich hatte etliche solche Schäden während meines Autofahrerdaseins.
    Die meisten bei den 70er Jahre VW Motoren. Das verschlimmerte sich radikal, und wurde unter Last bei steigender Drehzahl analog dazu immer lauter.
    Auch ältere Opel Motoren waren nach Vernachlässigung oder vorherigem Wartungsstau dabei.
    Das hat sich sinngemäß immer gleich angehört.
    Zur Zeit habe ich bei einem 91er Motor ähnliche Geräusche, aber nur zeitweise (teils Temperatur-, Last- und Drehzahlabhängig)
    Unterschied: bei höheren Drehzahlen verschwindet das Geräusch komplett. Meist ist es schon ab 1500, sicher aber ab 2000 U/min weg.
    Da wurde irgendwann auch die Version Kolbenkipper genannt.
    Das ist auch realistischer. Als der Kopf ab war, konnte ich bemerken, dass die Kolben tatsächlich relativ viel Spiel haben.
    Die Hohnmarken in den Laufbuchsen waren jedoch für das Alter des Motors soweit sichtbar und ok.
    Und ab dem Punkt gehen die Meinungen logischerweise wieder weit auseinander.
    Die einen sagen, dass diese Motoren von vornherein mit viel Spiel produziert wurden, dass das nix schadet, und die Kiste damit noch weitere 200000 schafft. Die anderen sagen, definitiv ein Defekt, sollte schnellstmöglich gemacht werden.
    Natürlich kann es auch noch irgendetwas anderes sein, aber der Motor läuft seit 2 Jahren so, und ich fahre auch nicht zimperlich.
    Bei einem Pleuel- oder Kurbelwellenlagerschaden, wäre nach meiner Erfahrung schon sehr früh Schluss gewesen, und das Geräusch ist sehr deutlich, und wird mit steigender Drehzahl immer lauter.
    NUR MEINE ERFAHRUNG! ANDERE HABEN SICHERLICH ABWEICHENDE ERFAHRUNGEN!

    Zu Krümmergeräuschen: das ist eher ein Wummern der austretenden komprimierten Abgase, aber kein Klackern oder Hämmern.
  • @NTVauler:

    Danke Maik für die Anregung.
    Da Steffi und ich uns damit abgefunden hatten das es ein Austauschmotor wird ist die Idee nach den Lagerschalen zu schauen von Michael sehr willkommen. Schaden kann es nicht...Und dann weiss ich mehr.

    Blöd halt das nach dem Öffnen der Pleuellager die vermaledeiten Dehnschrauben ein Thema werden.
    Also Sicht- und Fühlprüfen und dann weitersehen. Denn die Muttern werden wohl mit 30Nm plus 90 Grad angezogen. Seufz.

    Ich brauch mehr Platz mehr Zeit und mehr Werkzeug grins...
    Hakuna Matata!
  • Bei VW bekommt man doch jeden Firlefanz einzeln?

    Meine Vorgehensweise wäre wie folgt:
    • Zu VW fahren und dort Ölfilter, Ölwannendichtung und Dehnschraube + Mutter für Pleuel bestellen
    • In die Mietwerkstatt fahren, Öl ablassen und Ölwanne demontieren
    • Lager prüfen, wenn ein defektes Lager festgestellt wurde, dann das Pleuel demontieren und anschauen
    • Sofern KW noch i.O. und nicht zu stark verschlissen, einfach neue Lagerschalen (noch mal zu VW, kommt auf Farbcode bzw. eingeschlagene Größe an) holen und einbauen, das Auto ggf. über Nacht in der Mietwerkstatt stehen lassen
    • Neues Öl auffüllen, Ölfilter wechseln und weitere 50-100 tkm (oder länger) Freude mit dem Auto haben


    Ihr kennt mich ja: Ich bin da schmerzfrei! ;)

    Viele Grüße!

    Sven
  • Hi Leute,

    mal was von der Tussi, die mit dem Erdbeerkörbchen jahrelang durch die Gegend gejuckelt ist ;)

    Wann genau das Klackern angefangen hat, kann ich leider nicht beantworten. Ich höre im Auto Musik und das nicht gerade leise ... Da mein kleines blaues Auto seit einem Jahr in der Garage wohnt und auf seine Wiederauferstehung wartet, alle Angaben aus dem Gedächtnis. Wenn der Wagen kalt ist, dann ist das Klackern lauter. Sobald der Wagen warm gefahren ist, hört man es zwar noch aber wesentlich leiser. Ob das unter Last (mit den 90 PS gewinnste halt auch keinen Blumentopf in Punkto rasantes Anfahren an der Ampel ...) lauter wird, kann ich nicht mehr sagen - ich hab mir vor ein paar Jahren das rasante Anfahren abgewöhnt (also seitdem ich meinen Sprit selber bezahlen muss :D ). Ölverbrauch ist normal, mir wäre nicht aufgefallen daß der exorbitant Öl gefressen hätte- wenn ich da an den BMW denke den wir mal hatten ... Vielleicht alle halbe Jahre mal bissel was nachkippen, das kann Zargh besser beantworten als ich, das ist sein Aufgabengebiet. Fahren ließ er sich problemlos, kein Ruckeln und Holpern. Ob das nach einem Jahr Standzeit noch so ist? Nun, ich vermute mal nicht. Im Winter isser so ein bißchen rheumatisch, er mag keine kalten, feuchten Tage, da zickt er beim Anlassen ein wenig - hat aber vermutlich mit dem Klackern nix zu tun.

    Die Hydrostößel sind gewechselt worden - nachdem es mir dann auch mal aufgefallen ist, daß da was klackert, es war gerade Pause zwischen zwei Songs ... Danach war das Klackern allerdings nicht weg. Vielleicht ein bißchen leiser, kann auch Einbildung gewesen sein. Mittlerweile hab ich so viele "Meinungen" dazu gehört von Kolbenkipper über Motorschaden bis hin zu "mußt halt mal den teuren Sprit tanken" ...

    Das wäre das eine. Das andere ist die Tatsache, daß am Getriebe auch schon herum repariert wurde. Allerdings ohne irgendwelche Auswirkungen auf das ominöse Klackern. Irgendwann war das Schaltgestänge hinüber, was der Mann wieder hin bekommen hat damit ich nicht mehr im vierten Gang durch die Stadt fahren und dabei zu allen Heiligen und Unheiligen beten muß, bloß keine rote Ampel auf dem Weg zu haben ;) Und ja, ich kann im vierten Gang anfahren, zumindest leicht bergab ...

    Mir ist bekannt, daß die Motoren beim dem Golf eigentlich länger halten sollten als 130.000 km. Wenn sie denn gefahren werden. Bevor ich den Wagen gekauft habe, ist der keine fünftausend Kilometer im Jahr bewegt worden und hatte durchgängig nur Saisonkennzeichen, stand also im Winter tatenlos herum - ich hab den hingegen ganzjährig gefahren.

    Weil ich an dem Wagen hänge und schon als Kind unbedingt ein Käfer Cabrio (kann ja mittlerweile keiner mehr bezahlen ...) haben wollte, will ich ihn nicht verkaufen sondern wieder schick machen. Das Verdeck hat nämlich auch die ein oder andere Falte, wie bei alten Männern halt so üblich, den Fahrersitz hab ich mit meiner dicken Kiste an einer Stelle so gut wie durchgescheuert und was sich sonst halt in 24 Jahren Autoleben so an Macken ansammelt. In Ermangelung eigener Kinder, die mir die Haare vom Kopf essen, versenke ich dann eben meine sauer verdienten Kröten in so unvernünftige Projekte :D

    Und zu unserem VW-Händler hier fahren ist keine Option ... Zumindest keine, die ich mir leisten kann - die belatschern mich dann so lange, bis ich mit einem neuen Auto vom Hof fahre und das will ich ja gerade nicht :D Spaß beiseite, die sind mir schlicht zu teuer und auch nicht besonders vertrauenserweckend, wenn ich an meine Erfahrungen mit unseren Firmenwagen dort denke ...
    "I don't know half of you half as well as I should like; and I like less than half of you half as well as you deserve." J.R.R. Tolkien

    ... Zweitjob als Zarghs Fahrdienst und Gepäckfahrzeugführer ... :thumbsup:
  • Meine "mitten in der russischen Taiga"-Lösung wäre:
    Pleulmuttern mitm Drehmomentschlüssel öffnen, neue Lager rein und die alten Schrauben drin lassen, Muttern wieder auf den gemessenen Wert anziehen.
    Bis 2/3 Drehzahl hält das garantiert, ich hätte nicht mal bei voller Drehzahl akut Sorgen. Und mit Vollgas von München nach Flensburg macht man mit so nem Auto doch eh nicht.
    Natürlich nur wenn die KW noch brauchbar ist.
    Tunerlatein:
    nolite dare sanctum canibus neque mittatis margaritas vestras ante porcos ne forte conculcent eas pedibus suis et conversi disrumpant vos (Matth. 7,6)