Bremssattel

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    • DasPferd wrote:

      Verbesserung der Bremswirkung wegen besserem Gesamtzustand iss Gebabbel!
      Dann babbel ich mal mit, ich seh das nämlich auch so.
      Die Länge ist eher ein Nachteil, ergo kann ein "besserer Biss" nur drei mögliche Ursachen haben:
      Anderes hydraulisches Übersetzungsverhältniss, andere Belagsorte... oder eben besserer Zustand weil neuer.
      Übersetzungsverhältniss kann man ausrechnen... Beläge könnte man wechseln.
      Tunerlatein:
      nolite dare sanctum canibus neque mittatis margaritas vestras ante porcos ne forte conculcent eas pedibus suis et conversi disrumpant vos (Matth. 7,6)
    • Das ÜbersRettungsverhältnis ist eben nicht anders. Denn die Kolben der Drehkolbensättel sind kleiner. Die hydraulische Fläche ist wie schon gesagt fast gleich. Unterschied erst nach dem Komma. Meiner Meinung nach kann es nur sein, dass der gleiche Druck auf eine größere Belagsfläche verteilt wird und dadurch die Reibwerte besser sind.
      LG Mattes Alle sagten: "Das geht nicht!" Dann kam einer, der wusste das nicht, der hat´s einfach gemacht. :weizen:
    • Seufz.....
      Ich hatte nicht geschrieben dass die Übersetzung anders ist,ich hatte nur die drei theoretisch möglichen Einflüsse aufgezählt.

      Die Fläche des Bremsbelages ist es jedenfalls nicht, Fläche spielt bei Reibung von nicht-elastischen Körpern keine Rolle.
      Die Reibkraft ist ein Produkt aus Anpresskraft mal Reibwert.
      Tunerlatein:
      nolite dare sanctum canibus neque mittatis margaritas vestras ante porcos ne forte conculcent eas pedibus suis et conversi disrumpant vos (Matth. 7,6)
    • Das hat gleich mehrere Gründe.
      Erstens, je länger ein Belag, umso schwerer wird es, ihn gleichmässig an die Scheibe anzupressen. Daher haben viele 6- und auch die wenigen 8-Kolbenbremszangen der Hochleistungsklasse 6 bzw. 8 Einzelbeläge.
      Zweitens, je länger ein Bremssattel, umso instabiler wird er in der Mitte und verformt sich stärker unter dem Druck der Kolben. Auch da hilft wieder ein Blick auf die Hochleistungsvarianten, Brembo M4 Monoblock z.B. Der hat eine zusätzliche Versteifung in der Mitte... und das obwohl er bereits aufwändig aus einem einzigen Stück gefräst wurde.
      Ein lnager Bremssattel biegt sich nicht nur in der Mitte auf, das wäre nicht mal besonders problematisch, sondern er verformst sich auch quasi V-förmig (Spreizung). Und das ist tatsächlich ein Problem denn dadurch wird die Scheibe ungleichmässig erwärmt, aussen mehr als innen. So kommt es dann zur sogenannten "Topfung", der Hauptgrund für Verzug bei starker Beanspruchung.
      Lange Rede kurzer Sinn. Ein Bremssattel muss möglichst steif sein. Und das wird umso schwieriger je länger er wird.
      Tunerlatein:
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    • Cool, danke für die Erklärung.

      Ich hatte heute witzigerweise ein Flurgespräch mit einem "IT Urgestein" meines Arbeitgebers (schreibe ich hier nicht ausdrücklich hin, wissen genug Leute hier), der aus unserer "Bremsensparte" kommt und habe ihn angeflapst, ob er jemanden kennt, ich hätte da mal 'ne Frage an einen Konstrukteur für Scheibenbremsen.
      Der grinste und meinte: "Was meinst du, was hier mein Job war, eh ich in die IT gegangen bin?"... allerdings im PKW, nicht Motorrad.

      Er unterstützte da sehr @Michael RC31, allerdings mit ein paar leichten Abweichungen (aber das mag an Vereinfachungen auf der einen wie der anderen Seite liegen)... ihmzufolge gibt hinsichtlich der Bremswirkung praktisch keinen nennenswerten Unterschied zwischen Ein- und Mehrkolbensätteln und theoretisch die Fläche des Bremsbelages keine Rolle spielt.
      In der Praxis will man die aber natürlich eher groß haben, wegen Abnutzung und Erhitzung (die gleiche Energie, die die Bremse in Wärme wandelt, verteilt sich über eine größere Fläche, was offensichtlich bei realen Materialien durchaus eine Rolle spielt).

      Logischerweise muss (alle Verstärkungen des Bremsbelages hin oder her), der Kolben im wesentlichen die Fläche des Bremsbelages abdecken, sonst verformt der sich zur Banane.
      Und da fangen die Probleme an... so ein Hydraulikzylinder ist nun mal rund. Wenn der nun größere Fläche abdecken soll, macht das den Bremsbelag nicht nur länger sondern auch breiter (im wesentlichen ist der ja dann quadratisch).
      Damit wird auch gleichzeitig die Scheibe größer und schwerer / der Schleifbereich der Scheibe breiter, ebenso der Bremssattel massiver (weil er weiter um die Bremszange herumgreifen muss und sich ja nicht verformen darf (Spreizung bei Michael oben)).
      Und das sind alles ungefederte Massen (will keiner), die man zudem auch noch in der Felge unterbringen muss (beim Auto, aber auch beim Motorrad ggf. schlicht hässlich).

      Insofern hat ein Zwei- oder Mehrkolbensattel den Vorteil, dass die Kolben eine "ovale" (natürlich kein wirkliches Oval) Auflagefläche auf dem Bremsbelag abdecken... und damit braucht man für die gleiche Fläche des Belages eine insgesamt leichtere Bremse. Dazu kommt durchaus auch der Effekt, dass sich der Druck automatisch verteilt und der Bremsbelag in der Länge etwas besser angepresst werden kann.

      Lange Rede kurzer Sinn, bezogen auf den NTV Bremssattel meinte er, dass solange das hydraulisch gleich ist (Fläche der Kolben), gleiche Bremsbelag"chemie",beide Sättel in gutem Zustand sind und eng verwandte Konstruktion haben, dass er sich schwerlich vorstellen kann, dass man da einen nennenswerten Unterschied der Bremswirkung messen, geschweige denn fühlen kann, es sei denn, man bringt die Bremse in den thermischen Grenzbereich. Wobei er natürlich schon auch meinte, dass der Dreikolbensattel "schneller aussieht" :)

      Ok... das war jetzt lang.
      Wenn sich da Fehler oder zu grobe Vereinfachungen eingeschlichen haben, liegen die mit hoher Wahrscheinlichkeit eher an mir, als an dem Kollegen!

      Schönen Gruß
      Knallfrosch
      I reject your reality and substitute my own!
    • ....gut das zwei Bremsscheiben schlechter sind als eine! :whistling:
      scheen Gruaß Hans

      JT: 2010 Bernkastel Kues/2011 Neidenberga/2012 Titisee + geile Sau-Tour/2013 Antweiler + blaue Zipfel/2014 Drangstedt/2015 Neidenberga/2016 Creglingen/2017 Weidenbach + Heuabschiedstour/2018 Neidenberga/2019 Drangstedt
    • knallfrosch wrote:

      Es ging um Austausch des 2kolben gegen 3kolben Bremssattel.
      Wenn es soviele Meinungen gibt, ich hab auch eine, will damit aber nicht die bisherigen infrage stellen.
      Ich glaube schon, dass der 3-Kolben Sattel minimal besser als der 2-Kolben-Sattel ist,
      weil man den Druck minimal leichter erzeugen kann /etwas feiner dosieren
      und dementsprechend etwas weniger Druck für die gleiche Bremsleistung braucht
      bzw "minimal stärker bremsen kann". Das ist aber vermutlich eher eine Gefühlssache,
      genaues könnte man nur mit einem identischen Test herausfinden.

      Viel entscheidender sind die Wahl und der Zustand von sowohl den Belägen als auch der Scheibe.
      Einfach mal die von Michael empfohlenen Lucas SRQ auf einer neuen Scheibe fahren...
      JT 05Scharzfeld,06Brilon,07Creglingen,08Oberbernhards,09Drangstedt,10Bernkastel ,11Neidenberga
      12Titisee,13Antweiler,14Drangstedt,15Neidenberga,16Creglingen,17Weidenbach,18Neidenberga
      19Drangstedt 20 NBG
      |-21 Eifel|-22O -23N -24S
    • Hey,

      also der Vorbesitzer meiner Ente hat das mal ausgerechnet...

      RC 33 ( 2x30mm ) = 1413mm²
      SC 58 ( 3x22mm ) = 1139,82mm²

      Keine Ahnung ob das überhaupt was bringt, ich gurke sowieso meistens nur rum, also eine 2 Kolbenbremse ist bestimmt mehr als genug. Ich würde mir nix umrüsten auf 3 Kolben wenn ich eine 2 Kolben hätte.

      Hatte vorher EBC Goldstuff / Sinter-Beläge auf der SC58 Bremse und gehe jetzt auf EBC Blackstuff runter ( organisch ), sollen sich harmonischer bremsen lassen und ich hoffe das dieses Schleifgeräusch beim bremsen dann endlich weg ist. Diese Goldstuff/Sinter Beläge sind geräuschmäßig vergleichbar, als müsstest du erstmal den Rost nach langer Standzeit runterbremsen, furchtbares Geräusch und das bei jeder stärkeren Bremsung. Da pfeif ich auf Bremsbestleistungen durch Sinter ^^

      @ Hans, ja ich wollte die Ente schon mehrfach verkaufen nur kann ich mich einfach nicht entscheiden was ich will :S ( Ist heilbar )

      Mal ist die Ente mir zu alt und dadurch etwas zu unsicher, dann ist alles wieder toll, dann fehlt die Leistung im Gebirge, dann ist Sie aber doch so günstig im Unterhalt, man sitzt so schön und ich mag ihren sound....usw. solche Gedanken kommen und gehen. Es gibt soviel "bessere" Motorräder als die Ente, aber ich hab sie nunmal und ich mach das beste drauß, solange bis sie mal wirklich Probleme macht....aber sie macht nicht wirklich welche...eigentlich gar keine.

      irgendwie hab ich Sie ins Herz geschlossen <3
    • @daisyduck
      Das ist genauso hin- und hergerissen geschrieben, wie ich das auch oft empfunden habe.
      Man kann das kaum erfassen, geschweige denn formulieren.
      Gut, bei mir / uns gab es irgendwann den Umstieg auf ein anderes Möpp.
      Trotzdem bleibt die NTV im Kopf, im Gefühl und auch für die 16 Jahre lang als guter Gefährte in Erinnerung.
      Deswegen kam auch die Duselei mit dem Aufkauf von Jens NTV aus Berlin.
      Ich dachte, die muss man doch retten.
      Hätte ich auch, aber nun hat sich etwas besseres für die Gute ergeben.
      Und das finde ich auch richtig so, weil es m.E. auf das Fahrzeug, und nicht auf den evtl. eigenen Vorteil oder so ankommt.
      Ich finde nichts schlimmer, als irgendwelche Dinge zu horten, oder den (z.B. Ersatzteil-) markt künstlich auszudünnen.
      Bei meinem alten Volvo war es so.
      Man kam immer schwerer an gebrauchte Teile, weil es einigen wenigen wichtiger war, möglichst viele (oft gleiche) Teile in Scheunen zu horten, anstatt sie günstig weiterzuverkaufen im Sinne von: ich versuche viele Fahrzeuge davon zu erhalten.
      Nein, diese Leute wollten viel Geld mit den Teilen verdienen, und sammeln sie teils Messie-haft.
      Dieses Forum beweist das Gegenteil, dass es immer wieder möglich ist, sich für wenig Geld mit Teilen zu versorgen, weil es Enthusiasten gibt, die Spass daran haben, das Hobby des anderen genauso zu achten, wie ihr eigenes.
      Ich hoffe, das bleibt möglichst lange so erhalten....
      Wenn sie für dich noch passt, dann behalte sie mal lieber..... :thumbup:
      .
    • ismanthey wrote:

      Die Ente aber spielt Euch einen Streich und fährt in einem Bereich, in dem dies alles zur grauen Theorie wird...
      Bei über 200 km/h beginnt dann der Sinn einer solchen Diskussion, bei 300 km/h wird es Ernst.
      Hmmmm... finde ich ein bisschen arg vereinfacht.
      Ja: natürlich treten, je höher Geschwindigkeiten werden, sicher Effekte auf, die bei niedrigen Geschwindigkeiten überhaupt keine Rolle spielen.
      Aber Bremsscheiben zu einem zarten Glühen zu bringen, dafür brauchst du nicht zwingend mehr als 200km/h, da langt auch emsige Bedienung auf längeren Gefällestrecken.

      Ansonsten, unterschätzt nicht, was unter 200 schon an Energien im Spiel ist. Ich bin immer ziemlich gruselig angemutet, wenn ich mir die Blechbälle anschaue, die entstehen, wenn es mal wieder auf der A5 im Berufsverkehr knallt. Und ich kann dir garantieren, dass da im Berufsverkehr niemand schneller als die Vmax einer NTV unterwegs ist...

      Ansonsten, richtig ernst wird es konstruktiv, wenn du mit einem Räderfahrzeug die Schallmauer durchbrechen willst.
      I reject your reality and substitute my own!
    • ....wenn du z. B. öfters etwas flotter auf Alpenstrassen unterwegs bist, ist an der eNTe eine etwas gepimmte Bremsanlage nicht zwingend nötig aber ein Sicherheits plus. :)
      scheen Gruaß Hans

      JT: 2010 Bernkastel Kues/2011 Neidenberga/2012 Titisee + geile Sau-Tour/2013 Antweiler + blaue Zipfel/2014 Drangstedt/2015 Neidenberga/2016 Creglingen/2017 Weidenbach + Heuabschiedstour/2018 Neidenberga/2019 Drangstedt
    • ....nur einfach mal so meine Meinung, die NTV650 braucht keineswegs mehr Leistung und ich bin kein Flachlandbiker! :P :whistling: ...Floris, höchstens deine weil du da so viel Zeugs dran geschraubt hast... (duck un wech)
      scheen Gruaß Hans

      JT: 2010 Bernkastel Kues/2011 Neidenberga/2012 Titisee + geile Sau-Tour/2013 Antweiler + blaue Zipfel/2014 Drangstedt/2015 Neidenberga/2016 Creglingen/2017 Weidenbach + Heuabschiedstour/2018 Neidenberga/2019 Drangstedt
    • Das schöne an der Ente ist, das man das komplette Drehzahlband im normalen Stvo Bereich gut nutzen kann ohne gleich seinen Führerschein in Gefahr zu sehen. Also ich rede von den ersten 2 max 3 Gängen.

      Wenn ich den 1. Gang meiner 2004er ZX10r (damals) voll ausnuddelte, war ich bei 164km/h, das macht halt nur auf der Renne Sinn...

      Ja, die Ente hat genug Leistung, wenn du aber mal schnelle Motorräder fährst, dann ist das naja...Ich mag diese Ente einfach trotzdem :love:

      Charakter Kult bike..... offtopic off.
    • NT/Hans wrote:

      Floris, höchstens deine weil du da so viel Zeugs dran geschraubt hast... (duck un wech)
      pah, Hans, das ist ja fast... <X unter der Gürtellinie, aber warte mal ab: ein Monat fasten und ich habe die Kilos (an anderer Stelle...) wieder runter, die ich vorher angebaut habe 8o :P . Das mache du mal nach!! :D Vor der Grillsaison muss ich damit durch sein!
      Mein einziger Problem warum ich mehr Leistung brauche ist, dass ich nachher mit @mattes mitkommen muss, ohne den Gaszug unterwegs unnötig zu "längen" :D
      In letzter Zeit bremst er leider nicht mehr so schön abrupt vor den Kurven, damit ich darin aufholen kann X( .
      Nur deshalb der Ehrgeiz, sonst ist mir die vollausgestattete Wildente schnell genug, ich bremse einfach später oder gar nicht :thumbsup: !
      Also eigentlich ein typischer Schw... längenproblem??? :huh:
      Was nicht passt wird passend gemacht, geht nicht gibts nicht! :thumbsup: